Autorenhomepage Olga A. Krouk
Samstag, 04. September 2010
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Das NordCon-Wochenende

07.06.10

 Dieses Wochenende war zwar nicht ganz stressfrei, aber dafür sehr interessant. Am Samstag und Sonntag war ich nämlich auf der diesjährigen NordCon. Am Samstag hatte ich selbst keine Veranstaltungen gehabt, dafür konnte ich recht entspannt bummeln, alte Bekannte treffen und neue Leute kennenlernen. Den Abend ließ ich im Kollegenkreis ausklingen. Die Gespräche waren wie immer sehr inspirierend und informativ. Mit Thomas Plischke und Ole Christiansen konnte ich mich über die Entwicklung der Fantasy-Literatur austauschen, von Gesa Schwartz habe ich viele schöne Tipps zu Gothik-Kleidung bekommen und mit der Piper-Lektorin Michelle Gyo haben wir über Katzen, Zauberlehrlinge und den Erfolg des russischen Autors Pehov geredet.

Am Sonntag warteten zwei Termine auf mich: Ein Workshop mit Thomas Finn und meine Lesung zu „Schattenseelen“. Das alles hätte mir unglaublich viel Spaß gemacht, wenn im Raum nicht so entsetzlich heiss und stickig gewesen wäre. Außerdem musste ich lernen, dass mein schwarzes Gewand nicht gerade für Temperaturen um 30 Grad gemacht ist. Natürlich hatte anfangs auch die Technik etwas gezickt, doch letztendlich bekam mein Mann auch das in Griff.

Jetzt sollte aber langsam der Alltag einkehren, denn ich muss anfangen, „ernsthaft“ an meinem All-Age-Roman zu schreiben, wenn ich bald nicht schon wieder über die nahenden Abgabetermine jammern will. („ernsthaft zu schreiben“ bedeutet für mich die Quote von ca. 1000 Wörtern am Tag) Denn die letzten zwei Wochen ließ ich die Arbeit an meinem Projekt etwas schleifen. Ich tummele immer noch im zweiten Kapitel herum.

 
Nachtseelen wird ausgeliefert

02.06.10

 Das lange Warten hat nun - zumindest für mich - sein Ende gefunden: Ab heute wird der 2. Band Nachtseelen ausgeliefert.

Kurzbeschreibung:
Verstörende Alpträume quälen Alba jede Nacht. Als ihr Großvater ermordet wird, werden diese Träume erschreckend real: Alba steht auf einmal im Zentrum eines gefährlichen Kampfes zwischen Nachzehrern, Metamorphen und Hexen – allein Finn, ein Metamorph, hält zu ihr. Doch kann sie ihm trauen?
Hier geht es zur Leseprobe 

In der offiziellen Beschreibung steht auch etwas von "moderne erotische Mystery", aber das Wörtchen "erotisch" verschweige ich lieber. Es geht zwar ab und zu auch um Sex und natürlich auch um Verführung, aber es ist kein Erotik Buch im Sinne von J. R. Ward oder Lara Adrian.
Dafür empfinde ich die Liebesgeschichte als um einiges romantischer, als es im 1. Band der Fall war.  
Die Geschichte, die in "Schattenseelen" begann, wird hier nun fortgesetzt, und man erfährt so einiges mehr über die Intrigen, die in der Welt der Nachzehrer und Metamorphe gewoben werden. Aber sonst kann man den 2. Band wohl auch ohne Vorwissen lesen, das habe ich zumindest testen können und es ging recht gut.
 
Beim Schreiben habe ich diesen Roman mit gleicher Inbrunst geliebt und gehasst. Geliebt, weil die Geschichte mich unglaublich gepackt hat. Und gehasst, weil ich Befürchtungen hatte, ihr nicht gerecht zu werden. Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich mit diesem Buch meinen Stil gefunden habe. Deshalb ist "Nachtseelen" für mich etwas ganz besonderes. Dieses „Wow“, das ich öfter mal während des Schreibens gehabt hatte, blieb mir jedenfalls noch bis heute erhalten. Nun bin ich natürlich sehr gespannt, wie die Leser diesen 2. Band annehmen. 

Leider habe ich immer noch keine Belegexemplare und weiß nicht, wie das Buch nun in "echt" aussieht. Postbote! Wo bleibst du?

 
NordCon: Lesung und Workshop

01.06.10

Auch dieses Jahr bin ich auf dem NordCon und biete einen Workshop (zusammen mit Tom Finn) und eine Multimedia-Lesung zu SCHATTENSEELEN an:

Sonntag, 06.06.10 um 16:00 - Workshop "Mit einem guten Plot gegen die Schreibblockade"

Die Roman-Autoren Thomas Finn und Olga A. Krouk erläutern, dass das 'Geschichten erzählen' auf eine lange Tradition zurückblickt. Sie stellen dramaturgische Techniken und Instrumente dar, die dabei helfen, Schreibblockaden zu vermeiden und spannende Geschichten zu konstruieren, die in allen Erzählgenres gleichermaßen ihre Gültigkeit haben.

Sonntag, 06.06.10 um 17:00 - Multimedia-Lesung SCHATTENSEELEN

In Hamburg brechen fantastische Zeiten an: Hexen, Metamorphe und Nachzehrer treiben dort ihr Unwesen. Durch einen mysteriösen Mann erfährt die Krankenschwester Evelyn, dass sie ein Nachzehrer ist, ein Wesen, das nur durch die Lebensenergie anderer Menschen existieren kann.

Beides findet hier statt:

Beim Pachthof 15 (Seiteneingang am Bauerberg)
22111 Hamburg
Goblingrotte

 
Auf den Bauch hören

21.05.10

Ich glaube, das wichtigste, was ich in den vergangenen Jahren meines Autoren-Daseins gelernt habe, ist, auf den eigenen Bauch zu hören. Als ich um 2005 meine ersten schriftstellerischen Gehversuche gemacht habe, war ich hundertprozentig auf die Testleser angewiesen. Ohne sie konnte ich überhaupt nicht herausfinden, ob das, was ich geschrieben habe, gut war oder nicht, ob mein Plot funktioniert und wo vielleicht noch der Wurm steckt. Zum Glück hatte ich damals wirklich gute und kompetente Testleser gehabt, die mir in meiner Entwicklung sehr geholfen haben.

Natürlich habe ich immer noch meine Testleser, ohne sie geht es einfach nicht, weil man beim eignen Text zu betriebsblind wird. Doch inzwischen habe ich auch mein Bauchgefühl, das mir im Vorfeld signalisiert, ob das, was ich da verfasse, wirklich okay ist. Ich habe gelernt, darauf zu hören und ihm zu vertrauen.

Ganz besonders habe ich das bei meinem aktuellen Projekt gespürt. Es war alles durchgeplottet und ich war begeistert. Sogar der erste Satz stand fest. Doch als ich den Prolog verfasst hatte, bekam ich ein ganz flaues Gefühl in meinem Magen: Irgendetwas stimmte mit dem ganzen Kram nicht. Nachdem ich die Rückmeldung eines Testlesers hatte, habe ich gesehen, dass die Variante, die ich gewählt habe, um die Vorgeschichte zu präsentieren, nicht so funktioniert, wie ich möchte. Zum Glück hatte noch eine Alternative. Den Prolog Nr. 2 habe ich dann zum ¾ neu geschrieben. Es ist besser geworden, keine Frage. Das besagte Gefühl im Magen blieb trotzdem. Nach einiger Zeit Intensivgrübeln habe ich mich gefragt, ob ich den Prolog überhaupt brauche. Mein Gefühl signalisierte mir: Nö, tust du nicht, du hast nicht einmal wirklich Lust, ihn zu schreiben. Warum sollten dann die Leser später Lust haben, ihn zu lesen?

Also habe ich den Prolog gestrichen, den Anfang umgeplottet und die Vorgeschichte als Teil der Hauptgeschichte mit eingeflochten. Nun passt alles. Ich bin zufrieden und mein Bauch ebenso. Jetzt muss das 1. Kapitel vor die strengen Augen meiner jugendlichen Testleser treten. Ich bin schon sehr auf die Rückmeldungen gespannt.

P.S. „Der erste Satz“ ist übrigens erhalten geblieben.

 
Meldungen für zwischendurch

15.05.10

Wie ich erfahren habe, gibt es "Schattenseelen" auch als eBook zu kaufen.  Zu beziehen ist der Roman in elektronischer Form bei Libri, buecher.de und bol.de Ich bin jedenfalls schon sehr neugierig auf mein "Belegexemplar", denn ich wollte schon immer wissen, wie ein richtiges eBook auszusehen hat.

In der frisch erschienenen Mephisto-Ausgabe gibt es eine Rezension zu "Schattenseelen".  Als Fazit schreibt Georg H. Brandl: „Schattenseelen ist ein spannender Mystery-Roman, der das Genre zwar nicht revolutioniert, jedoch mit teils neuen Elementen und Ideen aufwartet. Und anders als der Klappentext vermuten lässt, handelt es sich nicht um einen reinen Liebesroman …“ Ja, "Schattenseelen" ist in der Tat kein reiner Liebesroman, genauso wie "Nachtseelen" keine erotische Mystery a la Ward und Adrian ist. Umso mehr freut es mich, dass die Trilogie trotzdem einen schönen Anklang findet und ich bin schon sehr gespannt, wie der 2. Band bei den Leser ankommen wird. Inzwischen zähle ich schon die Tage bis zum Erscheinungstermin.

 
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