Kill your darlings

17.01.12

Inzwischen läuft die Überarbeitung an meinem Roman „Im Visier des Todes“ auf Hochtouren, der Deadline-Druck macht sich ebenfalls bemerkbar – ich muss Ende Januar fertig werden. Obwohl die To-Do-Liste gar nicht so viele Punkte enthält, komme ich besonders im ersten Drittel sehr langsam voran. Es liegt vor allem an der Idee, eine Spannungsszene einzufügen, für die erst einmal Platz geschaffen werden sollte. Sprich, ein paar Kapitel mussten verschoben werden. Um den Überblick nicht zu verlieren, habe ich jedes Kapitel in Stichpunkten auf Kärtchen geschrieben und beobachtet, was passiert, wenn ich hier und da die Reihenfolge vertausche. Schließlich klappte alles wunderbar, die neue Spannungsszene ist drin und die bereits vorhandenen Kapitel wurden in die passende Reihenfolge gebracht. Ein Kapitel habe ich dennoch verloren – es musste gestrichen werden, weil es nicht mehr in den neuen Verlauf passte. Ausgerechnet das Kapitel, auf das ich mich am meisten vorbereitet und zwei Ratgeber durchgeackert habe. Aber wie sagte Stephen King einmal? Kill your darlings. Erstaunlicherweise hat das gar nicht weh getan, ein paar Minuten lang habe ich dem Kärtchen nachgetrauert, dann wanderte es in den Papierkorb.
Durch die Verschiebung musste ich die „Andock-Punkte“ neu durchdenken. Teilweise stimmte die Motivation der Figuren nicht mehr, weswegen ich nach neuen Ideen gesucht habe.
Aber nun sehe ich das Licht am Ende des Tunnels und hoffe, dass es nach den Umbauarbeiten ein wenig flotter läuft.

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